EX-kursion zur Hafenmetropole

Bei Bauer, Spiegel, Welt, NDR und dem Kultursenator: Einblicke in den Arbeitsalltag von Alumni.

Anderthalb Septembertage volles Programm mit Ehemaligen an interessanten Arbeitsorten – was uns von unseren Gastgebern 2025 in Hamburg geboten wurde, war eindrucksvoll.
Der Kultursenator machte den Anfang: Alumni Dr. Carsten Brosda schilderte denkbar plastisch, was so alles auf dem Tisch der Kulturpolitik eines Stadtstaates landet. Da ist nicht nur exzellente Kommunikation gefragt (was zweifellos zu den Ausbildungsinhalten am Institut gehört). Sondern auch Verhandlungsgeschick – sonst hätte Hamburg sich mit dem Opernhaus womöglich ein Danaergeschenk eingehandelt. Nebenbei erfuhr die Runde auch, was am ersten Entwurf des Ansgar-Wandgemäldes Anstoss erregt hatte: Ein knieender Hamburger. Das war mit dem hanseatischen Selbstverständnis nicht zu vereinbaren und Malerprofessor Hugo Vogel musste nacharbeiten…
Im NDR erwartete die Teilnehmenden zwar kein Festsaal, aber das nicht minder eindrucksvolle moderne Nachrichtenzentrum der Tagesschau. Alumna und Redakteurin Sonja Keilmann führte die Ex-ler durch die gläserne News-Halle und in die Tagesschau-Regie, ihre Kollegen stellten sich den Fragen der Teilnehmenden.

Hoch hinaus ging es bei der WELT: Zwar ist, wie Alumna Julia Witte, Managing Editor Hamburg beim Axel Springer Verlag, erläuterte, in der Hansestadt nur noch eine kleine Redaktion der Tageszeitung zuhause. Die aber berichtet buchstäblich von hoher Warte aus über Hanseatisches – sie sitzt direkt unterm Dach. Mit Zugang zur Terrasse und zum Springer-Raum, dessen holzgetäfeltes Ambiente noch immer bundesrepublikanischen Verlagskonservativismus atmet.
Das architektonische Kontrastprogramm dazu war das grellorange Interieur der im neuen Spiegel-Haus wiederaufgebauten, legendären Kantine. Zuvor aber ließen Dokumentationsredakteur Gerrit von Northeim, Datenjournalistin Anne Behrend , Leonie Voss und Jens Witte die Arbeit im Spiegel-Haus lebendig werden.
Henry Allgaier, Managing Director TV & Scence beim Bauer-Verlag und natürlich auch Alumni, zeigte zum Abschluss, wie sich einer der größten Zeitschriftenverlage Europas strukturell auf die Zeit nach den Boomern ausrichtet, wenn dann doch einmal das immer noch gute Geschäft mit den Programmzeitschriften nicht mehr laufen wird.

Auch von Hamburg aus wurden Social Media gefüttert. Alumna Dr. Britta Radkowsky berichtete z.B. auf LinkedIn.