Der EX im Ballettzentrum Dortmund

MV 2025: Alter Vorstand, neue Kassenprüfung, neuer Beitrag, neue Community-APP

Der außergewöhnliche Ort passte zu den Inhalten der Mitgliederversammlung 2025 des EX Mitte Dezember: Neben Vorstandswahlen ging es im Ballettzentrum nämlich um viel Neues. Zum einen stand erstmals der Mitgliedsbeitrag im Fokus. In der MV des Vorjahres hatten Teilnehmende den Antrag gestellt, den seit Gründung des Vereins nicht angepassten Jahresbeitrag auf 40 Euro zu erhöhen. Weil dazu aber die Satzung geändert werden muss, stand das Thema in der aktuellen MV zur offiziellen Entscheidung an. Die lief glatt durch, der neue Beitrag samt entsprechender Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen.

Ohne Gegenstimme bestätigte die MV auch den aktuellen Vorstand aus Armin Hingst als Vorsitzendem, Stefanie Opitz als stellvertretende Vorsitzende sowie Schatzmeisterin Katrin Pinetzki. Alle waren erneut angetreten. Nicht mehr antreten wollten die beiden Kassenprüfer Peter Schwarz und Ingo Reich. Sie hatten viele Jahre die Bücher unter die Lupe genommen und der Vorsitzende und die Teilnehmende der MV bedankten sich für den zuverlässigen langjährigen Einsatz der beiden. Neu zur Wahl stellten sich Angelika Mikus und Bernd Ewers, die beide ebenfalls ohne Gegenstimme von der MV gewählt wurden.

 

Ins neue Jahr geht der Verein nicht nur mit der neuen Kassenprüfung und dem angepassten Beitrag – es wird auch eine Community-APP geben. Die MV beschloss, die vorgestellte Erweiterung der Vereinsverwaltungssoftware zu mieten: Die Community-APP, die auf dem Smartphone und im Desktop läuft, soll die Mitglieder stärker miteinander vernetzen. Sie erlaubt u.a. Chat-Posts zwischen Mitgliedern und die Organisation in Gruppen. 

Dank der Anbindung an die Vereinsverwaltung ist es so auch möglich, dass Mitglieder ihre Bankdaten oder Adressen selbst ändern können. Auf dem Prüfstand bleibt die APP, die in den ersten Monaten des Jahres eingerichtet wird, aber trotzdem: Nach einem Jahr will die MV Bilanz ziehen und prüfen, ob sie weiterlaufen kann. Denn derzeit verfügt die APP noch nicht über einen Push-Dienst, neue Inhalte kann daher nur sehen, wer sie aufruft.


Eingeleitet und abgerundet wurde die MV von einem spannenden Rahmenprogramm: Zum Start führte Rudolf Kubičko, Betriebsdirektor des Balletts Dortmund die Teilnehmenden in die Alltagswelt der Ensemblemitglieder ein, die im Zentrum einen durchaus besonderen Trainingsort haben – er wird durch Tageslicht erhellt, in vielen Compagnien liegen die Übungsräume nämlich in meist fensterlosen Untergeschoss-Räumen. Der internationale Ruf des Balletts Dortmund sorgt auch für internationales Interesse – für dessen zwölf Plätze bewerben sich jährlich 3000 junge Menschen aus aller Welt. Zwei Ensemblemitglieder tanzten dann sogar einen kleinen Ausschnitt aus Schwanensee für die EX-MV.

Cheyenne Peters, diesjährige Erstplatzierte beim Will-Schaber-Preis des EX, stellte zum Abschluss ihre Masterarbeit vor: „Automatische Transparenz? – Konzeptuelle Ansätze für ein Assistenzsystem zur Erkennung von Interessenkonflikten im Medizinjournalismus“. Peters hat darin sowohl Expert*innen interviewt als auch die Literatur durchforstet und Grundsätze dafür entwickelt, wie ein solches Assistenzsystem aussehen müsste, wenn es Medienvertreter*innen dabei unterstützen kann, Transparenz herzustellen und Interessenkonflikten auf die Spur zu kommen.